Freundeskreis Oberland e.V.

Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige, deren Partner und Angehörige

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Winterwanderung 2012

aufstieg

start

Das war wohl die „winterlichste“ Winterwanderung in der Geschichte des FKO. Bei winterlicher Kulisse und noch beachtlichen minus 15°C trafen sich 17 Teilnehmer am 05.Februar gegen 10 Uhr in Großpostwitz und kurz darauf starteten wir zu einem Rundkurs von ca. 16 km in Richtung Sonneberg und nahmen dann den beachtlichen Anstieg zum Mönchswalder Berg in Angriff. Immer wieder blickten wir zurück in das verschneite Lausitzer Bergland, mit seinen sanften Erhebungen. Der Mönchswalder Berg ist ein empfehlenswertes Ausflugsziel, liegt am nördlichen Rand des Oberlausitzer Berglandes und hat eine Höhe von 449 m. Vom Turm aus hat man bei guten Sichtverhältnissen einen wunderbaren Ausblick. Im Norden kann man die Kraftwerke Boxberg (32 km), Schwarze Pumpe (55 km) und manchmal sogar Lübbenau (100 km) sehen. Im Südosten reicht der Blick bis zum Jeschken bei Liberec.
Am Gipfel stärkten wir uns im Freien mit Tee oder Kaffee und nahmen den steilen Abstieg zum Jägerhaus in Angriff.

moenchswalderbergbaude

jaegerhaus

An der Gaststätte „Jägerhaus“ wartete schon ein gutes Angebot an Speisen auf unsere Wandergruppe und danach ging es gestärkt in Richtung Sora. Wir wanderten gemächlich an der Teufelskanzel vorbei und erfuhren folgende Sage zu dieser beeindruckenden Felsformation:
„Einst soll sich der Teufel als Müllerbursche in der Nähe von Wilthen verdingt haben. Seiner Arbeit überdrüssig, soll er eines Tages wie ein Schwefel-Feuerball unter heftigem Getöse hierher geflogen sein und sich mit seiner Sippschaft auf den Steinen niedergelassen haben. Für die Leute aus der Umgebung wurde das zu einem unheimlichen Ort, als sie erfuhren, dass hier der Beelzebub hause. Der Name hat sich bis heute erhalten, weil man von den umherliegende Felsblöcken, wie von einer Kanzel, eine schöne Aussicht in das Bautzener Land genießen kann.“
Von der Teufelskanzel war es nicht mehr weit bis zu der kleinen herrlich gelegenen Ortschaft Sora.

teufelskanzel

beisora

Auch hier erfuhren wir Nachdenkliches aus alten Zeiten:
„Vor langer Zeit, Zigeuner wurden schon damals als fahrendes Volk von den Bewohnern der Dörfer nicht gern gesehen, obwohl sie versuchten, durch kleine Künste zu erfreuen, ihnen mit Hilfeleistungen zur Hand zu gehen, wohl auch die Zukunft vorauszusagen und sich so ihren bescheidenen Lebensunterhalt zu erwerben. So geschah es dann, dass sie in den Dörfern um den Picho überall abgewiesen wurden. Nur die mitleidigen Soraer gaben ihnen einen Platz, wo sie Pferde und Wagen aufstellen konnten. Einer der Zigeuner sprach beim Abschied eine Zauberformel. Und von diesem Tage an ließ sich kein Sperling mehr im Dorf oder auf den Getreidefeldern sehen, um durch sein genäschiges Treiben Schaden anzurichten.“
Wir haben auf alle Fälle an diesem Tag keine Sperlinge in Sora gesehen, aber es kann sich ja jeder bei Gelegenheit ein eigenes Bild machen!
Wir wanderten größtenteils auf schönen Waldwanderwegen zurück über Obergurig und im OT Berge stärkten wir uns zum Abschluss mit Kaffee und Kuchen. Nun war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt unserer gelungenen Winterwanderung und es bleibt noch der Dank an die Organisatoren und die Bestätigung der Erkenntnis, dass solche Naturerlebnisse gute Möglichkeiten zu Zwiegesprächen bieten und damit auch viel mit einer zufriedenen Abstinenz zu tun haben.


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