Freundeskreis Oberland e.V.

Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige, deren Partner und Angehörige

Wer sind wir . Gruppen . Suchtvorbeugung . Termine 2013 . Berichte 2013 . Archiv 2012 . Archiv 2011 . Jahreswechsel in Wehrsdorf . Blitzlicht zum Weihnachtsfest . Weihnachtsausfahrt . Kegelpokal 2011 . Herbstliches . Festigendes . Literarisches . Himmelnahes . Bilaterales . Lukullisches . Sportliches . Projekttage am Schillergymnasium . Jubiläum in Kamenz . Erlebte Partnerschaft . Pfingstwanderung . Hexenbrennen . Traditionelle Osterwanderung . Kreativ zur Osterzeit . Bowling-Pokal 2011 . Themenabend . Nachdenkliches . Am Feuerbach-Gymnasium . Archiv 2010 . Archiv 2009 . Archiv 2008 . Archiv 2007 . Archiv 2006 . Archiv 2005 .

30 Jahre Erfahrungen im Strafvollzug

JVA Bautzen bekannt als "Gelbes Elend"

Seit fast 20 Jahren moderieren wir in der JVA Bautzen eine Selbsthilfegruppe für sogenannte Langzeithäftlinge mit Alkoholproblemen. Der Verfasser dieser Zeilen ist seit 1992 hauptverantwortlich für diese schwierige aber auch interessante Aufgabe. Mit den Jahren hat sich zwischen uns, der Leitung und den Bediensteten der JVA das Verhältnis von ursprünglicher gegenseitiger Skepsis und Vorbehalten immer mehr in Richtung gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen gewandelt. Neben dem Hauptpsychologen der Anstalt trifft besonders auch den nunmehrigen Leiter der JVA Bautzen und Leitender Regierungsdirektor i.R., Herrn Jäckel, zu.
Er unterstützte aktiv die Arbeit unseres Selbsthilfevereins und nahm mehrmals als Gast an unseren Jahreshauptversammlungen teil. Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand hatten wir die Möglichkeit, ihm für sein Engagement Dank zu sagen.
Gern kam er auch unserer Einladung zu einem thematischen Gruppenabend am 16.März 2011 nach,und berichtete vor den interessierten Teilnehmern über seine Erfahrungen aus seiner langjährigen Tätigkeit im Strafvollzug und vor allem über die Veränderungen in der JVA Bautzen nach der Wende. Viele Fragen beantwortete er und so wurde der Abend ein Erlebnis für alle Teilnehmer.
Zum Schluß dankten wir Herrn Jäckel herzlich, wünschten ihm Gesundheit und einen erfüllten Ruhestand, verbunden mit der Bitte, auch in Zukunft die Verbindung zu unserem FKO, zu halten.
Ich möchte gern noch einige Sätze aus seiner Rede bei der Verabschiedung am 25.06.2010 zitieren, die mir auf Grund meiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit in der JVA Bautzen aus dem Herzen gesprochen waren : "Es ist wichtig, Straftaten und Straftäter voneinander zu trennen und zu unterscheiden. Jesus hat uns gelehrt, man sollte die Sünde hassen, aber den Sünder zu lieben. Das heißt: Der Mensch ist mehr als seine Taten. Wenn man diese Unterscheidung nicht vornimmt, bagetellisiert man entweder die Straftaten und unterschätzt die Gefährlichkeit der Täter. Oder man sieht Taten und Täter zu Recht kritisch, findet aber keinen Weg, Straffällige als Menschen anzunehmen und ihnen zu einer Lebenswende zu verhelfen."


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