Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige, deren Partner und Angehörige
Um es gleich vorwegzunehmen: es war die Idee von Manfred (FK Hoyerswerda) und er hatte dieses wunderbare Erlebnis in gewohnt professioneller Weise organisiert. Dafür ein herzliches "Danke", lieber Manfred. Wir trafen uns am 30. August vormittags am Haupteingang des Vattenfall-Braunkohlekraftwerke in Boxberg. Wir, 8 Freundinnen und Freunde vom Freundeskreis Oberland und eine Gruppe von der 1. Selbsthilfegruppe für Alkohol- u. Medikamentengefährdete Hoyerswerda e.V., begrüßten uns herzlich, war uns allen doch der schöne Erfahrungsaustausch und die Fahrt durch das Lausitzer Seenland noch in bester Erinnerung.
Wir fuhren bis zum letzten erhaltenen Schornstein aus DDR- Zeiten und manchem wurde beim Hochschauen zum Essenkopf in 300 m Höhe doch etwas mulmig. Es erfolgte die Einweisung und Belehrung durch den Bauleiter der die Sprengung im Jahr 2012 vorbereitenden Firma und die Ausgabe und Anprobe der Ausrüstung (Helm, Anseilgeschirr). Der provisorische Bauaufzug verlief aussen am Schornstein und konnte nur die Hälfte von uns auf eimal nach oben befördern. Also machte sich das erste "Himmelfahrtskommando" auf den Weg nach oben. Wir andern verzogen uns in die Bauunterkunft und es gab auch noch eine Pott Kaffee für Jeden. Da wir über eine Stunde auf die Rückkehr der 1. Gruppe warten mußten, waren wir bald wieder im regen Erfahrungsaustausch miteinander. So diskutierten wir z.B., wie wir den nächsten Erfahrungsaustausch zwischen unseren 2 Selbsthilfevereinen noch interessanter gestalten können, angefangen von der Sitzordnung bis zur Auswahl konkreter Selbsthilfethemen, die beide Vereine bewegen.
Dann war es soweit: begeistert kehrte die erste Gruppe zurück und nun fuhr wir Verbliebenen mit dem rumpelnden Bauaufzug langsam bis auf die Plattform des alten Schornsteins in 300 m Höhe. Das Wetter spielte mit und so lässen sich die Gefühle und der herrliche Ausblick, der sich uns Meter für Meter eindrucksvoller darbot, kaum beschreiben. Gut gesichert konnten wir die wunderbare Aussicht von oben auf das Kraftwek, die Braunkohlentagebaue, die Seenlandschaft und den Fernblick bis in das Lausitzer Bergland, nach Polen, das Isergebirge und das Riesengebirge geniessen. Der Bauleiter informierte uns mit hoher Sachkenntnis über Wissenswertes zur Geschichte und Gegenwart des Kraftwerkes und des Braunkohlentagebaues. Ratternd brachte uns der Aufzug wieder auf die Erde und wir konnten uns noch gemeinsam in der Kantine des Kraftwerkes stärken.
Bei der Verabschiedung waren wir uns alle einig: Ein unvergessliches und einmaliges Erlebnis!