Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige, deren Partner und Angehörige
Wann fängt Weihnachten an?
Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunklen ein winziges Licht
Geborgenheit und helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht und gehst darauf zu, so wie du bist
dann, ja dann, fängt Weihnachten an!
Liebe Freundinnen und Freunde in Nah und Fern,
diese Zeilen habe ich Heute im Wilthener Sadtanzeiger gelesen und sie haben mich sehr berührt und auch nachdenklich gemacht. Beschreiben diese Zeilen nicht auch über die weihnachtliche Bedeutung hinaus, die Inhalte unserer „Hilfe zur Selbsthilfe“?
Manchmal erscheint mir aber, dass Anspruch und Wirklichkeit, auch in der Selbsthilfe, langsam auseinanderdriften?
Ein vorsichtig optimistisches Gegenargument habe ich bei unserem Johann Wolfgang von Goethe gefunden, der schrieb:
„Vieles in der Welt geht verloren,
weil man es zu geschwind
für verloren gibt“
Ich wünsche, auch im Namen des FKO, allen der Suchtselbsthilfe verbundenen Freundinnen und Freunden in der Oberlausitz, in Sachsen und in ganz Deutschland ein besinnliches Weihnachtsfest, sowie Mut, Kraft und Gesundheit für das bevorstehende Jahr 2011.
Euer Dieter Sonnleitner