Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige, deren Partner und Angehörige
Herzlich begrüßten die zahlreichen Teilnehmer aus allen 3 Gruppen am 17. September unser Ehrenmitglied Dagmar Schicht zu einem Thema, das sicher nicht nur in unserem Freundeskreis Oberland immer wieder kontrovers diskutiert wird. Einig sind wir uns grundsätzlich bei unserem konsequenten „Nein“ zu alkoholischen Getränken, alkoholhaltigen Medikamenten und wohl auch zum „alkoholfreien Bier“ für uns Alkoholabhängige. Unterschiedlich ist das Wissen und der Umgang mit dem Thema Alkohol in Lebensmitteln. Da gibt es z.B. Meinungen wie:
„ wenn ich auf alles achten soll, dann dürfte ich ja fast gar nichts mehr essen und trinken oder „ich schau schon genau hin und mache mich kundig, in welchen Speisen und Getränken Alkohol enthalten ist oder enthalten sein kann“.
Unser Gast gab uns einen kurzen Überblick zum Thema, z.B. Konzentration von Alkohol in Lebensmitteln, Kennzeichnungspflichten für Hersteller und deren sehr „großzügige“ Gestaltung. Auch über ihre Erfahrungen als Suchttherapeutin über Rückfälle durch Alkohol in Lebensmitteln bereicherten ihre Einführung zum Themenabend.
In der anschließenden regen Diskussion sprachen wir über die unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen mit dieser Problematik.
Die Mehrzahl der TN stimmten wohl folgenden Erfahrungen zu:
- es gab und gibt Rückfälle durch Alkohol in Lebensmittel
- deshalb ist wichtig sich mit diesem Thema zu befassen, da ja niemand von uns sehenden Auges das Elend und Leid unserer Trinkerzeit noch einmal erleben möchte
- bei dieser Problematik gilt es Gelassenheit nicht mit Lässigkeit zu verwechseln
- auf der sichereren Seite ist der, welcher alle Lebensmittel meidet, die ihn im Geschmack, Geruch, Aussehen oder auf andere Art an sein eigenes Trinkverhalten erinnert
- dieses Thema hat für unsere dauerhafte und zufriedene Abstinenz eine so große Bedeutung, das es sicher noch oft Diskussionstoff für unsere Gruppengespräche bieten wird.
Zum Abschluss dankten wir unserer Dagmar Sch. mit einem Blumenpräsent für diese informative Gruppenveranstaltung. Besonders danken wir Dir, liebe Dagmar, für das umfangreiche Informationsmaterial, das Du zusammengestellt hast und das uns allen eine wertvolle Orientierung bei dieser schwierigen Problematik sein wird.