Freundeskreis Oberland e.V.

Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige, deren Partner und Angehörige

Wer sind wir . Gruppen . Suchtvorbeugung . Termine 2013 . Berichte 2013 . Archiv 2012 . Archiv 2011 . Archiv 2010 . Archiv 2009 . Archiv 2008 . Archiv 2007 . Archiv 2006 . Archiv 2005 . Osterbastelei . Weihnachtsbasteln . Weihnachtsfeier . Silvesterfeier mit Freunden . Jahreshaupt- versammlung . Gedicht . Elchbahn . Besuch der Ostermesse in Dresden . Osterbastelei . Osterwanderung . Kegelabend . Hexenbrennen . Besuch FK Lage . Pfingstausflug . Wanderung Riesengebirge . Waldbühne Sohland . Kleine Gäste aus Minsk . Kleine Gäste aus Weissrussland . Isabella . Und wieder fielen alle Neune.... . Chribska . Thematischer Abend . Silvesterfeier 2005 mit Freunden .

Im Riesengebirge

Am Freitag, dem 03.06.05 10:00 Uhr starteten 5 Autos mit 21 Wanderlustigen bei Sonnenschein in Richtung Riesengebirge. Das schöne Wetter nutzten wir gleich um einen Abstecher ins Isergebirge zum Stausee bei Josefuv Dul zu machen und uns ein wenig einzulaufen. In Harrachov angekommen bezogen alle das Basis-Quatier im Sporthotel "Ryzoviste". Wir erkundigten ein wenig die Gegend und besorgten noch Proviant.
Samstag 7:00 Uhr frühstückten wir noch einmal alle gemeinsam und dann zogen 12 Wanderburschen und -mädchen gut gerüstet mit dem Rucksack auf den Rücken los, hoch auf den Kamm des Riesengebirges.

Start auf den Kamm

Auf Rübezahls Spuren

Die Morgensonne begleitet uns 12 Wandersleut auf den ersten Kilometern vom Sporthotel bis zur Mumlova und bald haben wir den Mummelfall (Mumlavsky vodopad) erreicht. Er ist nur 8 Meter hoch aber der wasserreichste auf dieser Seite des Riesengebirges. Wir folgen dem Oberlauf der Mummel und schon setzt der Regen und diesiges Wetter ein, das uns den ganzen Tag nicht mehr verlassen sollte, ein. Wir holen unsere Regenbekleidung aus den Rucksäcken und wandern den steilen Aufstieg zur Wossekerbaude in immerhin schon 1250 Meter Höhe. Die erste Rast in der Baude haben wir uns verdient und wir stärken uns mit einem kleinen Imbiss. Sehr gut schmeckt hier der Borschtsch.

Wir machen uns wasserdicht

Mummelfall

Einmal haben wir doch Glück, die Sonne bricht kurz durch, der Nebel lichtet sich und erlaubt uns einen atemberaubenden Blick in die faszinierende Bergwelt und bis hinein nach Polen. Nach 25 Kilometern haben wir gegen 16 Uhr unsere heutige Unterkunft nahe bei der Spindlerbaude, die nach einem Brand gerade rekonstruiert wird, erreicht.

Foto im Nebel

Nach wenigen hundert Metern haben wir den polnisch- tschechischen Grenzweg erreicht. Dichter Nebel hüllt uns ein und es ist, als hätte Rübezahl einen Waschtag eingelegt. Der Weg führt uns bergauf und manchmal bergab dicht an den Schneegruben und der Elbquelle vorbei. Er ist anfangs mit Steinen übersät und später aus sorgfältig verlegten Granitblöcken und –platten, auf denen das Wandern volle Aufmerksamkeit erfordert.

Blick zurück zur Spindlerbaude

Schneekoppe

Nach erholsamen Schlaf und einem guten Frühstück brechen wir am Sonntagmorgen ausgeruht in Richtung Schneekoppe auf. Und der steile Anstieg ab der Spindlerbaude sorgt dafür, dass uns bald wieder warm wird. Der Vormittag entschädigt uns mit Sonnenschein und wunderschönen Ausblicken ins Riesengebirge und nach Schlesien. Vorbei am Felskessel des Großen Teiches, am Abhang des Kleinen Teiches wandern wir größtenteils auf holprigem Granit und erreichen das Gebiet der Weißen Wiese, die mit Krummholzbeständen und versteckten Moorflächen ausgestattet ist. Kurz vor Mittag und nun schon wieder bei Regen, Graupel und Nebel sind wir am Fuße der Schneekoppe angelangt. Als sich der Nebel kurz lichtet grüßt uns der Gipfel mit seinen 1602 Metern. Da das Wetter keine Aussicht verspricht, wählen nur 4 Optimisten von uns den Aufstieg zur Schneekoppe, während wir anderen den steilen aber wunderschönen etwa 7 Kilometer langen Abstieg nach Pec pod Snezkou wählen. Hier treffen sich die 2 Gruppen wieder, wobei die Gipfelstürmer den unteren der zwei Lifte von der Schneekoppe nach Pec nutzten. Wir freuen uns, als uns Jana und Roland zu unseren Freundinnen und Freunden nach Harrachov zurückbringen. 2 anstrengende und trotzt nicht idealem Wetter unvergessliche Tage liegen hinter uns.

Die kleine Wandertruppe von 9 Freunden und Freundinnen blieb alle 3 Tage in Harrachov-Basisquatier. Wir unternahmen kleine Touren, wie zu den idyllischen Mummelfällen, zu den Schanzen, in das Glasmuseum und kleine Wanderungen in den Wald. Wir kamen an einer kleinen Baude am Hang vorbei und der freundliche, gut deutsch sprechende Besitzer lud uns zum Kaffee ein. Er zeigte uns die urigen Räumlichkeiten. Wir tauschten unsere Internetadressen aus und falls wir wieder eine Unterkunft suchen sind wir dort herzlich willkommen.
Zwischen Sonne und Regen spielten wir Rommé, Würfelten wie die Weltmeister und liesen uns Speis und Trank schmecken. Die Gedanken waren auch bei unseren Wanderern auf dem Kamm des Riesengebirges. Doch dank Handy wussten wir, dass es ihnen gut ging.

Schanzen

Naturlehrpfad

Sonntag im späten Nachmittag waren wir alle wieder glücklich und gesund vereint. Die Wiedersehensfreude war natürlich groß. Der Abreise in Richtung Heimat stand nun nichts mehr im Wege.
Trotz des wechselhaften Wetters hatten wir ein wunderschönes, erlebnisreiches Wochenende und jede Menge Spaß.


© o l a f - b o s c h
. d e